Hier die ungekürzte Version einer email, die uns kürzlich erreichte. Firmennamen und Produkte haben wir natürlich unbenannt. Vielen Dank dem Verfasser, wir werden uns sicher bald sehen.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Koch


 

“Ich war letzte woche bei einem kostenlosen ‘eisseminar’ von der firma die meine eismaschine geprüft hat. die firma ist vertragshändler für einen bekannten italienischen maschinenhersteller in norddeutschland. schön mit angereistem freundlichem herrn einer Rohstoffirma. reine verkaufsveranstaltung (was zu erwarten war), aber die art und weise wie da lapidar ne tüte aufgemacht zwei gläser und noch nen kleiner beutel dazugeschüttet, nix desinfiziert (!), und fertig ist das eisprodukt, war doch erschreckend. wer an solchen orten die eisherstellung lernt, kann es fast nicht besser wissen. da wird dann ganz nebenbei ein paar mal das wort ehec erwähnt und der sicherheit derer produkte, etwas von kalkulatorischer Sicherheit, dem super Geschmack und dem herausragenden können der laboranten dieser Firma und schon ist der erstkontaktler so verunsichert, dass ihm die handwerkliche herstellung wie eine reise zum neptun vorkommt und vor lauter panik brav den katalog bestellt..

das es eine verkaufsveranstaltung war, ist nicht zu bemängeln. bei einer kostenlosen veranstaltung bei einem vetragshändler darf das anpreisen der eigenen produkte zu erwarten sein. aber wirklich unterste kiste finde ich, den leuten etwas von gefährlichen keimen zu erzählen, dann etwas wie ehec überhaupt zu erwähnen (natürlich haben die nicht gesagt “wer unsere produkte nicht benutzt, läuft gefahr ehec zu bekommen”, aber allein das erwähnen halte ich für manipulation) und dann wird nichts desinfiziert. auch nicht die wichtigkeit der betriebshygiene oder des sauberen gesamten prozess von rohstoff über lagerung und verarbeitung bis hin zum verkauf wird nicht betont. es wird indirekt suggeriert, das ein verwenden von pasteurisiertem mix und nem haufen tütchen und pülverchen, ne tube hier, nen glas da (die haben ja sogar kuvertüre in ‘praktischen’ 100ml glas!) die eishersteluung nen kinderspiel ist und man sich darüber weiter keine gedanken machen muss. dass nimmt einem ja der freundliche vetreter ab..sowie das ausfüllen der bestellliste.. ich finde das wirklich frech.

ich denke das leute, die heutzutage eis herstellen wollen, dies auch dem trend folgend wieder handwerklich und in hoher qualität tun wollen. pulver sind gestern. bio, wellness, regional, saisonal, nachhaltig, bewußt, dass sind meiner meinung nach die schlagworte von morgen. ein webshop der dafür eine umfangreiche platform bietet (rezepte, beratung, maschinen, einrichtung, inventar, rohstoffe, basen, hygiene, etc.) halt alles, was man für eine handwerkliche herstellung und der dazugehörigen eisdiele benötigt und dies zu fairen preisen, das fehlt noch am markt…”